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 Resultate / Missstände in Unternehmen

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Illegales und unethisches Verhalten in Unternehmen

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Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass 2018 in allen vier Ländern mehr als ein Drittel der befragten Unternehmen von Missständen, also illegalem oder unethischen Verhalten betroffen waren. Solches Verhalten, das zum Schaden des Unternehmens aber vermeintlich auch zu seinem Nutzen geschehen kann, verstößt gegen geltende (gesetzliche) Bestimmungen (z. B. Fälschung von Finanzdaten, Wirtschaftsspionage, Korruption, Bestechung, Diebstahl, Betrug und Unterschlagung) oder gegen die ethischen Vorstellungen einer Gesellschaft (z. B. gezielte Ausnutzung von Differenzen in der internationalen Gesetzgebung, beispielsweise im Bereich Umweltschutz, Arbeitsrecht oder Steuerrecht). Mit gut 43 Prozent sind im Ländervergleich in den befragten deutschen Unternehmen 2018 am häufigsten Missstände aufgetreten, gefolgt von den britischen (40 %), französischen (38 %) und schließlich den Unternehmen mit Hauptsitz in der Schweiz (35 %).

Die weiterführende statistische Analyse verdeutlicht allerdings, dass die Unternehmensgröße in diesem Zusammenhang einen wichtigeren Einfluss hat als das Herkunftsland des Unternehmens. Entsprechend sind in allen Ländern die untersuchten Großunternehmen stärker betroffen als die KMU. So hat im letzten Jahr jedes zweite befragte deutsche Großunternehmen mindestens einen Fall aufgedeckt, der sich tatsächlich als illegal oder unethisch herausgestellt hat (vgl. Ländergrafiken). In Frankreich waren es 42 Prozent und in Großbritannien 46 Prozent der Großunternehmen.

Im Vergleich zur letztjährigen Ausgabe des Whistleblowing Reports, der sich auf die Schweiz beschränkte, zeigt sich mit einem Anteil von fast 40 Prozent ein Anstieg der von Missständen betroffen Schweizer Großunternehmen um sieben Prozentpunkte.

Darüber hinaus hat die Analyse ergeben, dass es in international agierenden Unternehmen deutlich häufiger zu illegalem oder unethischem Verhalten kommt als in Unternehmen, die ausschließlich auf dem Heimatmarkt tätig sind.

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Finanzieller Schaden

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Im Rahmen der Studie wurde nicht nur untersucht, ob Unternehmen von Missständen betroffen sind, sondern auch die Höhe des Gesamtschadens. Der Gesamtschaden setzt sich zusammen aus allen finanziellen Aufwendungen für die Unternehmen, die aufgrund der Missstände direkt oder im Zuge deren Aufdeckung und Aufarbeitung entstanden sind, inklusive sämtlicher materieller und immaterieller Konsequenzen.

Ähnlich wie bei der Wahrscheinlichkeit von Missständen betroffen zu sein, zeigt sich auch bzgl. der Höhe des Schadens ein deutlicher Zusammenhang mit der Unternehmensgröße: Je größer ein Unternehmen ist, desto höher ist in der Regel auch der von Missständen verursachte finanzielle Gesamtschaden (vgl. Ländergrafiken). Ferner fällt auf, dass in Schweizer Unternehmen zwar tendenziell seltener Missstände auftreten, die finanziellen Schäden für die Unternehmen jedoch in der Regel höher sind als in den drei anderen Ländern.

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